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Prallluftschiff

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Prallluftschiff Artikel

Prallluftschiff Beschreibung
Prallluftschiff Beschreibung
Ein Prallluftschiff als Touristenattraktion über Luzern

Prallluftschiffe, auch Blimps genannt, sind Luftschiffe ohne inneres Gerüst (wie ein Ballon). Ihre aerodynamische Form erhalten sie durch die Form der Hülle.

Umgangssprachlich wird auf Prallluftschiffe irrtümlich häufig auch der Begriff Zeppelin angewendet, der aber ca. die von Zeppelin hergestellten Luftschiffe oder (abweichend) Starrluftschiffe mit einem Innenskelett genannt.

Inhaltsverzeichnis
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Die Nennung "Blimp"

Die etymologische Herkunft des Ausdruckes Blimp liegt in dem Dunkeln. Es sind verschiedene Theorien bekannt, die zu dem Teil vielleicht eher der Volksetymologie zuzurechnen sind:

  • Gewöhnlich wird die Nennung dem britischen Offizier Lt. Alexander Duncan Cunningham (siehe Weblink) zugeschrieben und soll lautmalerisch das Geräusch beschreiben, das entsteht, wenn man die pralle Hülle mit den Fingern antippt. Diese Version wird auch von Goodyear angegeben.
  • Der englische Pilot Horace Shortt soll es von dem englischen Adjektiv limp (schlaff, biegsam) abgeleitet haben. limp bag bedeutet sinngemäß schlaffer Sack, verballhornt ergibt sich daraus bag limp.
  • Ein britisches Luftschiff-Handbuch soll definiert haben:
There are two types of airships: a) rigid, b) limp
[Es gibt zwei Typen von Luftschiffen: a) starr, b) schlaff]

Der Begriff Blimp entstand demnach durch scherzhafte Zusammenziehung von "b) limp" zu "blimp". Eine analoge, häufig gehörte Erklärung, die behauptet, das amerikanische Militär habe seine Luftschiffe in "type A-rigid" und "type B-limp" eingeteilt, kann dagegen durch die der Einteilung in A- und B-Typen vorausgehende Verwendung des Begriffs Blimp in einer englischen Publikation in dem Jahr 1916 als widerlegt betrachtet werden.
  • Die fiktive Figur des stockkonservativen Colonel Blimp hat der für die satirische Zeitschrift Punch arbeitetende Karikaturist Sir David Alexander Low (1891 - 1963) erfunden. Colonel Blimps wohlgeformte äußere Erscheinung ähnelte sehr der eines Luftschiffes.
Buch-Tipp: Der Zeppelin. 100 Jahre Luftfahrtgeschichte Der Zeppelin - 100 Jahre Luftfahrtgeschichte Auch wenn die Geschichte der frühen Giganten der Lüfte nicht jedermanns Sache sind, der Autor Christopher Chant versteht es über 112 Seiten das Interesse des Lesers zu fesseln. Viele Bilder von glanzvollen Ereignissen und fatalen Rückschlägen, aber auch Grundrisse, Zeichnungen und Detailfotos von Luftschiffen,...

Technik

Prallluftschiff Beschreibung
Prallluftschiff Beschreibung
Über die Lufthutzen hinter den Propellern werden die Ballonets aufgeblasen

Bei Prallluftschiffen werden Volumenänderungen durch Luftdruckschwankungen bzw. Temperaturänderungen des Traggases werden durch Ballonets ausgeglichen. Sie sorgen dafür, dass in die Hülle stets ein kleiner Überdruck zu dem Luftdruck herrscht und der Auftriebskörper so prall bleibt. Dies ist notwendig, da bei Erschlaffen der Hüllen die Steuerbarkeit verloren geht oder immerhin stark eingeschränkt wird. Auch die hinteren Leitwerksflossen sind ca. auf der Hülle befestigt und haben keine starre Verbindung zur Gondel. Zu dem Aufblasen des Ballonets wird meist ein Teil des vom Antriebspropeller erzeugten Luftstroms genutzt.

Die Motoren sind meist direkt an oder in der Gondel untergebracht. Einige, jedoch bei weitem nicht alle Modelle können die Propeller zu dem leichteren Manövrieren schwenken.

Prallluftschiffe sind die am häufigsten gebauten Luftschiffe, da sie relativ einfach herzustellen sind und nach Ablassen des Traggases leicht transportiert werden können. Ihnen sind jedoch durch die unstabile Hülle Grenzen in der Größe gesetzt. Zu lange Auftriebskörper drohen bei nicht ausreichendem Innendruck in der Mitte einzuknicken. Man entwickelte daher Kielluftschiffe bzw. Starrluftschiffe. Trotzdem fanden sich für die kleineren und günstigeren Prallluftschiffe vielfältige Aufgaben in der Luftfahrt und beim Militär.

Eine Sonderform der Prallluftschiffe sind Heißluft-Luftschiffe. Sie erhalten ihren Auftrieb ebenso wie Heißluftballone durch den Dichteunterschied von heißer und kalter Luft. In ihrer Bauform und ihren Einsatzmöglichkeiten sind sie kleiner und beschränkter als Gas-Luftschiffe, jedoch sehr viel wirtschaftlicher zu betreiben.

Buch-Tipp: Der große Zeppelin. Hugo Eckener und die Geschichte des Luftschiffs Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Der große Zeppelin. Hugo Eckener und die Geschichte des Luftschiffs". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Geschichte

Das erste Prallluftschiff wurde 1852 von Henri Giffard gebaut und wurde von einer Dampfmaschine angetrieben.

ZMC-2 war ein 1929 gebautes Ganzmetall-Luftschiff. Die Hülle bestand aus vernietetem 0,24 mm dickem Duraluminiumblech. Es wurde als Prallluftschiff klassifiziert, da zu dem Erhalt der äußeren Form ein Überdruck in dem inneren des Auftriebsköpers notwendig war. Es blieb jedoch trotz des innovativen und vielversprechenden Konzepts bei ca. einem Prototyp.

Die amerikanischen ZPG-3W Luftschiffe nehmen für sich in Anspruch die größten Prallluftschiffe der Welt (gewesen) zu sein. Es wurden vier Schiffe des Typs gebaut. Sie wurden von der US-Marine zur Luftraumüberwachung eingesetzt und besaßen eine große Radar-Anlage innerhalb der heliumgefüllten Hülle. Ihr Volumen betrug fast 43 Tausend Kubikmeter, bei einer Länge von ungefähr 123 m (403 ft). Sie versahen ihren Dienst von 1958 bis zu dem Ende des US-Marine-Luftschiffprogramms am 31. August 1962.

Buch-Tipp: Deutsche Marineluftschiffe 1912 - 1918. Die Geschichte der deutschen Marineluftschiffe Luftige Historie Die deutschen Luftschiffe, allen voran die von Graf Zeppelin, sind bekannt, weniger bekannt ist wohl, dass etwa die Hälfte aller gebauten Luftschiffe, in dem Ersten Weltkrieg von der Kaiserlichen Marine eingesetzt wurden. Auf mehr als 400 Seiten erzählt der Autor die spannende Geschichte dieser Luftschiffe, die zu ihrer Zeit...

Bekannte Prallluftschiffe

Buch-Tipp: Gotha, die Fliegerstadt Local History der Luftfahrt Der Rockstuhl Verlag aus Bad Langensalza widmet seine Bücher heimatkundlichen Themen aus Thüringen und darunter fallen glücklicherweise auch technik-historische Themen. Auf 118 Seiten wird die aeronautische Vergangenheit der Stadt Gotha dargelegt. Zahlreiche Abbildungen illustrieren Flugzeugwerke, Fliegerschulen, Zeppelinbesuche...

Weblinks




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